Erkennen
Kotspuren richtig einordnen
Form und Größe geben Hinweise auf das Tier. Prüfen Sie auch den Fundort und weitere Spuren.
Kotfunde lassen sich auf Fotos oft nicht eindeutig einem Tier zuordnen. Alter, Nahrung und Feuchtigkeit können das Aussehen verändern. Achten Sie deshalb auch darauf, wo und wie viel Kot Sie finden, welche Laufwege erkennbar sind und welche weiteren Spuren es gibt.
Redaktioneller Stand:

Überblick
Den Fund dokumentieren, ohne Staub aufzuwirbeln
Berühren Sie den Kot nicht mit bloßen Händen. Halten Sie Kinder und Haustiere fern, lüften Sie den Bereich und fotografieren Sie die Spur mit einem Größenvergleich. Tragen Sie beim Reinigen Handschuhe und vermeiden Sie Staub. Kehren Sie den Kot nicht trocken auf.
Hinweise erkennen
Hinweise auf Maus, Ratte oder Marder
- Maus
- Klein und an Laufwegen verteilt Mäusekot ist meist nur wenige Millimeter lang. Oft liegt er in größerer Zahl entlang geschützter Laufwege.
- Ratte
- Deutlich größer Wanderrattenkot kann etwa ein bis drei Zentimeter lang sein. Wie frisch er ist und was das Tier gefressen hat, kann Farbe und Form verändern.
- Marder
- Länger, oft mit sichtbaren Resten Marder nutzen teils feste Plätze für ihren Kot. Darin können Haare, Kerne oder andere Nahrungsreste sichtbar sein.
Vorgehen
Erste Schritte
-
Bereich sichern
Halten Sie Kinder und Tiere fern. Decken Sie Lebensmittel und offene Gegenstände ab oder entfernen Sie sie aus dem Bereich.
-
Aussagekräftig fotografieren
Fotografieren Sie den Fundort im Überblick und die Spur aus der Nähe mit einem Größenvergleich. Notieren Sie Datum und Ort des Fundes.
-
Begleitspuren suchen
Achten Sie auf Nagespuren, Haare, Pfotenabdrücke, Geruch und mögliche Zugänge. Notieren Sie auch, zu welchen Zeiten Sie Geräusche hören.
-
Hygienisch reinigen
Reinigen Sie nach der Dokumentation mit Handschuhen und einer feuchten Methode. Holen Sie bei großen Mengen oder unklarer Gefährdung fachliche Hilfe.
Bitte vermeiden
Das sollten Sie vermeiden
Fachliche Hilfe
Wann sollte eine Fachkraft den Fund vor Ort prüfen?
Holen Sie fachliche Hilfe, wenn große Mengen oder wiederholt Kot auftreten, Fundstellen schwer erreichbar sind oder Vorräte verunreinigt sein könnten. Eine Prüfung ist auch sinnvoll, wenn von der Tierart abhängt, welche Arbeiten am Gebäude infrage kommen.
- Nach der Reinigung tauchen neue Spuren auf.
- Sie finden Kot in Küche, Vorratsbereich, Kinderzimmer oder Lüftung.
- Zusätzlich bemerken Sie Geruch, Nageschäden oder nächtliche Geräusche.
- Es ist unklar, wo die Tiere in Dach, Keller oder Leitungssystem gelangen.
Fragen zum Vorgehen?
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Mo–Fr 8–18 Uhr · Sa 9–16 Uhr
Häufige Fragen
Fragen zum Thema
Kann man Maus- und Rattenkot sicher an der Größe unterscheiden?
Die Größe gibt einen Hinweis, reicht aber allein nicht zur sicheren Bestimmung. Alter, Feuchtigkeit, Perspektive und Nahrung können das Aussehen beeinflussen.
Wie alt ist die Kotspur?
Glanz, Festigkeit und Farbe können Hinweise geben, sind im Alltag aber unzuverlässig. Mehr erfahren Sie, wenn Sie dieselbe Stelle wiederholt kontrollieren.
Kann ich eine Probe aufbewahren?
Oft genügt ein Foto. Wird eine Probe benötigt, nehmen Sie diese nicht mit bloßen Händen auf. Bewahren Sie sie dicht verschlossen, eindeutig beschriftet und getrennt von Lebensmitteln auf.
Muss nach einem einzelnen Fund bekämpft werden?
Nicht automatisch. Zuerst muss geklärt werden, von welchem Tier die Spur stammt, ob sie aktuell ist und ob es weitere Befallszeichen gibt. Davon hängt ab, was zu tun ist.
Quellen und Redaktion
Quellen des Ratgebers
Die Inhalte wurden anhand öffentlich zugänglicher Fach- und Rechtsquellen erstellt. Sie ersetzen keine Diagnose, medizinische Beratung oder Rechtsberatung im Einzelfall.
Im Lexikon



