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Katzenfloh als stark vergrößerte seitliche Makroaufnahme
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Flöhe

Flöhe

Siphonaptera

Redaktioneller Stand:

Flöhe können auch in Haushalten ohne Haustier vorkommen. Dann suchen wir nach anderen möglichen Quellen.

Fund einordnenBei Haustieren müssen Tierbehandlung und Maßnahmen in der Wohnung zeitlich zusammenpassen.

Artenprofil

Katzenfloh, Hundefloh und Menschenfloh unterscheiden

Ein Katzenfloh kommt als Ursache eines Befalls in Wohnungen infrage. Die genaue Art und der Fundort helfen zu klären, ob ein Tier, ein Nest oder eine eingeschleppte Quelle dahintersteckt.

Katzenfloh

Ctenocephalides felis

Katzenfloh in seitlicher wissenschaftlicher Ansicht auf Papiergrund
Vorkommen
kann in Wohnungen vorkommen
Wirte
Katzen, Hunde und Menschen
Kopf
länglich in Seitenansicht
Hauptwirt
meist Katze oder Hund

Hundefloh

Ctenocephalides canis

Hundefloh in seitlicher wissenschaftlicher Ansicht auf Papiergrund
Vorkommen
in Deutschland deutlich seltener
Wirt
vor allem Hunde
Kopf
etwas runder als beim Katzenfloh
Sticht
kann auch Menschen stechen

Menschenfloh

Pulex irritans

Menschenfloh in seitlicher wissenschaftlicher Ansicht auf Papiergrund
Vorkommen
in Deutschland heute selten
Merkmal
ohne Kopf- und Halskämme
Auftreten
kann in Wohnungen vorkommen
Bestimmung
besser am Präparat

Herkunft

Woher kommen sie?

Ein Haustier ist eine mögliche Quelle. Ohne eigenes Tier prüfen wir auch frühere Tierhaltung, Besuche sowie verlassene Vogel- oder Igelnester.

Unbeschrifteter Haus- und Gartenquerschnitt mit Wohnräumen, Dachtraufe und Terrasse
  1. 01
    Tierliegeplatz

    Prüfen Sie zuerst Körbchen, Decken, Sofa und Teppich.

  2. 02
    Vormieter-Rückstände

    Eier, Larven und Puppen können in Ritzen verbleiben.

  3. 03
    Vogelnest

    Prüfen Sie, ob verlassene Nester am Dach und seinem unteren Rand als Quelle infrage kommen.

  4. 04
    Igelnest

    Unter Terrasse und Anbau kann ein Wildtiernest liegen.

Erkennungszeichen

Welche Hinweise für einen Flohbefall sprechen

Ein einzelner Hautpunkt beweist keinen Flohbefall. Wir betrachten Hinweise am Menschen, am Tier und in der Umgebung zusammen.

  • Mehrere kleine gerötete Stiche in einer Reihe am Knöchel

    Stichreihen

    Mehrere juckende kleine Quaddeln in Gruppen oder kurzen Reihen, häufig an Beinen und Knöcheln, sind ein möglicher Hinweis.

  • Schwarze Krümel mit rötlich ausblutenden Höfen auf feuchtem Papier

    Flohkot-Test

    Legen Sie schwarze Krümel aus dem Fell auf feuchtes weißes Papier. Ein rötlicher Hof kann auf verdautes Blut und damit auf Flohkot hindeuten.

  • Ein kleiner brauner Floh auf hellem Gewebe

    Heller Untergrund

    Auf heller Bettwäsche oder hellem Boden lassen sich schnell springende, seitlich abgeflachte Tiere möglicherweise leichter erkennen.

  • Hund kratzt sich neben seinem Liegeplatz im Wohnzimmer

    Kratzendes Tier

    Unruhe, häufiges Lecken oder Kratzen und kleine schwarze Krümel im Fell sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Entwicklung in der Wohnung

Wie sich Flöhe in der Umgebung entwickeln

Sichtbare erwachsene Flöhe können nur einen kleinen Teil des Befalls ausmachen. Eier, Larven und geschützte Puppen können überwiegend in der Umgebung des Wirts liegen, also des Tiers oder Menschen, von dem Flöhe Blut saugen.

  1. Ei · ca. 50 %

    Fällt vom Wirt

    Eier können aus dem Fell fallen und sich dort verteilen, wo das Tier ruht oder sich häufig bewegt.

  2. Larve · ca. 35 %

    Lebt verborgen

    Larven können sich lichtgeschützt in Teppichfasern, Ritzen und organischem Material entwickeln.

  3. Puppe · ca. 10 %

    Geschützter Kokon

    Der Kokon schützt die Puppe. Dieses Stadium kann lange überdauern und wird von vielen Mitteln möglicherweise nicht erreicht.

  4. Erwachsener Floh · ca. 5 %

    Sucht einen Wirt

    Erschütterung, Wärme und Kohlendioxid können den Schlupf auslösen, etwa wenn jemand den Raum betritt.

ca. 95 %

Rund 95 Prozent einer Flohpopulation können sich noch als Eier, Larven oder Puppen in Teppichen, Ritzen, Fugen und Tierliegeplätzen befinden. Der sichtbare Anteil auf dem Tier ist dann klein.

Nach der Behandlung

Warum Sie Räume nach Anweisung begehen sollen

Bewegung, Körperwärme und ausgeatmetes CO₂ können den Schlupf anregen. Geschlüpfte Flöhe kommen dadurch eher mit den vorgesehenen Maßnahmen in Kontakt.

  1. Begehen Sie Räume nach fachlicher Anweisung regelmäßig.

  2. Saugen Sie wiederholt gründlich, besonders an Kanten, Ritzen und Tierliegeplätzen.

  3. Entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel anschließend jedes Mal sicher.

  4. Halten Sie den Verlauf fest und stimmen Sie nötige Nachkontrollen individuell ab.

Entscheidung

Was ist zu tun?

Wir klären zuerst, woher die Flöhe kommen. Bei einem Haustier beginnt der Ablauf beim Tierarzt. Ohne Haustier suchen wir nach anderen möglichen Quellen.

Haustier im Haushalt?

Ja

Tierbehandlung und Wohnung zeitlich abstimmen

Wenn nur die Wohnung behandelt wird, können Flöhe auf den Wirtstieren zurückbleiben. Alle Tiere im Haushalt müssen zeitgleich tierärztlich versorgt werden.

  1. Koordinieren Sie zuerst den Tierarzttermin.

  2. Lassen Sie alle Haustiere gleichzeitig behandeln.

  3. Beziehen Sie Liegeplätze, Ritzen und Teppiche ein.

  4. Planen Sie auch die Zeit nach der Behandlung und die Kontrollen ein.

Nein

Nest, Vormieter oder Besuch prüfen

Auch ohne eigenes Haustier können Flöhe auftreten. Wir verfolgen den Weg vom Fundort zur wahrscheinlichsten verborgenen Quelle zurück.

  1. Notieren Sie den Fundraum und den Zeitpunkt.

  2. Berücksichtigen Sie Besuche und frühere Tierhaltung.

  3. Prüfen Sie Dach, unteren Dachrand und Terrasse auf alte Nester.

  4. Entfernen Sie ein Nest nicht vorschnell selbst.

Vorbereitung

Wie Sie die Wohnung vorbereiten

Diese Vorbereitungen machen mögliche Entwicklungsorte zugänglich. Die Suche nach der Quelle und die zeitgleiche Tierbehandlung bleiben trotzdem nötig.

  1. Tierarzt zuerst

    Stimmen Sie Termin und Präparat für alle Tiere im Haushalt mit dem Tierarzt ab.

  2. Textilien waschen

    Waschen Sie Tierdecken und geeignete Textilien möglichst bei 60 °C.

  3. Gründlich saugen

    Saugen Sie Kanten, Ritzen, Möbelunterseiten und Liegeplätze gründlich und entsorgen Sie den Beutel.

  4. Räume begehen

    Begehen Sie die Räume nach fachlicher Anweisung, um den Schlupf anzuregen.

  5. Nester melden

    Nennen Sie verdächtige Vogel- oder Igelnester vorab und entfernen Sie sie nicht selbst.

Vorgehen

Wie wir die Quelle suchen und den Verlauf kontrollieren

Wir legen die Behandlung erst fest, wenn wir den Befall bestätigt, mögliche Quellen geprüft und das Vorgehen mit Ihnen abgestimmt haben.

  1. Inspektion

    Wir prüfen das Tier, die Fundräume, Liegeplätze und mögliche Nestbereiche zusammen.

  2. Art und Quelle bestimmen

    Wir prüfen die Flohhinweise, grenzen die wahrscheinliche Art und Quelle ein und legen fest, welche Entwicklungsorte zuerst geprüft werden.

  3. Vorgehen abstimmen

    Wir stimmen die tierärztliche Tierbehandlung und geeignete Schritte in der Wohnung zeitlich aufeinander ab.

  4. Nach der Behandlung kontrollieren

    Wir prüfen, was nach Begehen und Saugen noch auffällt, und werten die notierten Sichtungen aus. Weitere Schritte richten wir nach diesem Verlauf aus.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Flöhen in der Wohnung

Warum reicht es nicht, nur die Wohnung zu behandeln?

Bei einem Haustier als Wirt können neue Eier in die Umgebung gelangen. Deshalb müssen alle Tiere im Haushalt zeitgleich tierärztlich behandelt und die Entwicklungsorte in der Wohnung berücksichtigt werden.

Warum sehe ich trotz Maßnahmen noch Flöhe?

Puppen können geschützt in einem Kokon liegen. Erschütterung, Wärme und Kohlendioxid können den Schlupf später auslösen. Einzelne neue Sichtungen bedeuten deshalb nicht automatisch, dass die Behandlung wirkungslos ist. Wir müssen den Verlauf prüfen.

Warum soll ich die Räume nachher begehen?

Bewegung, Körperwärme und ausgeatmetes Kohlendioxid können den Schlupf anregen. Die erwachsenen Flöhe können dann mit den vorgesehenen Maßnahmen in Kontakt kommen. Befolgen Sie dabei die fachliche Anweisung.

Wie funktioniert der Flohkot-Test?

Legen Sie schwarze Krümel aus dem Fell auf feuchtes weißes Papier. Entsteht ein rötlicher Hof, kann es sich um verdautes Blut und damit um Flohkot handeln. Das ist ein Hinweis, ersetzt aber keine Bestimmung.

Kann ich Flöhe haben, obwohl ich kein Haustier besitze?

Ja. Möglich sind frühere Tierhaltung in der Wohnung, tierischer Besuch oder verlassene Vogel- und Igelnester an Dach, Fassade oder Terrasse. Dann müssen wir neben dem Fundraum auch mögliche Quellen prüfen.

Können Flöhe Krankheiten übertragen?

Flöhe können Krankheitserreger oder Bandwürmer übertragen. Auch juckende Stiche und allergische Reaktionen auf Flohspeichel können bei Menschen oder Tieren auftreten. Lassen Sie Beschwerden medizinisch beziehungsweise tierärztlich abklären.

Soll ich ein verdächtiges Vogel- oder Igelnest selbst entfernen?

Nein. Ein Nest kann geschützt, noch genutzt oder schwer zugänglich sein. Melden Sie den Verdacht vorab, damit wir die Quelle prüfen und klären können, wann und wie ein Eingriff zulässig ist.

Ist eine zweite Behandlung immer erforderlich und im Preis enthalten?

Das hängt vom tatsächlichen Verlauf und vom vereinbarten Leistungsumfang ab. Notwendigkeit, Zeitpunkt und mögliche Kosten einer Nachbehandlung werden deshalb für den konkreten Auftrag abgestimmt.

Was kostet die Anfahrt?

Die Anfahrt beträgt 39,90 €. Der weitere Aufwand hängt von Quelle, Befallsumfang, Zugänglichkeit und dem abgestimmten Vorgehen ab; einen Notdienstzuschlag gibt es bei uns nicht.

Flöhe gefunden?

Die Quelle eines Flohbefalls prüfen lassen

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