Flöhe
Bekämpfung zulässig
Diese Art ist nicht besonders geschützt. Nach fachlicher Bestimmung und bei vernünftigem Grund (§ 39 BNatSchG) ist eine Bekämpfung zulässig – unter den geltenden Vorgaben (u. a. TRGS 540) und mit Sachkundenachweis.

Geschlossen · öffnet Sa 09:00 Uhr

Flöhe
Redaktioneller Stand:
Flöhe können auch in Haushalten ohne Haustier vorkommen. Dann suchen wir nach anderen möglichen Quellen.
Fund einordnenBei Haustieren müssen Tierbehandlung und Maßnahmen in der Wohnung zeitlich zusammenpassen.Rechtsstatus
Bevor wir etwas unternehmen, bestimmen wir, welches Tier es ist. Was danach angeboten werden darf, hängt von seinem Schutzstatus ab.
Bekämpfung zulässig
Diese Art ist nicht besonders geschützt. Nach fachlicher Bestimmung und bei vernünftigem Grund (§ 39 BNatSchG) ist eine Bekämpfung zulässig – unter den geltenden Vorgaben (u. a. TRGS 540) und mit Sachkundenachweis.
Artenprofil
Ein Katzenfloh kommt als Ursache eines Befalls in Wohnungen infrage. Die genaue Art und der Fundort helfen zu klären, ob ein Tier, ein Nest oder eine eingeschleppte Quelle dahintersteckt.
Ctenocephalides felis

Ctenocephalides canis

Pulex irritans

Herkunft
Ein Haustier ist eine mögliche Quelle. Ohne eigenes Tier prüfen wir auch frühere Tierhaltung, Besuche sowie verlassene Vogel- oder Igelnester.

Prüfen Sie zuerst Körbchen, Decken, Sofa und Teppich.
Eier, Larven und Puppen können in Ritzen verbleiben.
Prüfen Sie, ob verlassene Nester am Dach und seinem unteren Rand als Quelle infrage kommen.
Unter Terrasse und Anbau kann ein Wildtiernest liegen.
Erkennungszeichen
Ein einzelner Hautpunkt beweist keinen Flohbefall. Wir betrachten Hinweise am Menschen, am Tier und in der Umgebung zusammen.

Mehrere juckende kleine Quaddeln in Gruppen oder kurzen Reihen, häufig an Beinen und Knöcheln, sind ein möglicher Hinweis.

Legen Sie schwarze Krümel aus dem Fell auf feuchtes weißes Papier. Ein rötlicher Hof kann auf verdautes Blut und damit auf Flohkot hindeuten.

Auf heller Bettwäsche oder hellem Boden lassen sich schnell springende, seitlich abgeflachte Tiere möglicherweise leichter erkennen.

Unruhe, häufiges Lecken oder Kratzen und kleine schwarze Krümel im Fell sollten tierärztlich abgeklärt werden.
Entwicklung in der Wohnung
Sichtbare erwachsene Flöhe können nur einen kleinen Teil des Befalls ausmachen. Eier, Larven und geschützte Puppen können überwiegend in der Umgebung des Wirts liegen, also des Tiers oder Menschen, von dem Flöhe Blut saugen.
Eier können aus dem Fell fallen und sich dort verteilen, wo das Tier ruht oder sich häufig bewegt.
Larven können sich lichtgeschützt in Teppichfasern, Ritzen und organischem Material entwickeln.
Der Kokon schützt die Puppe. Dieses Stadium kann lange überdauern und wird von vielen Mitteln möglicherweise nicht erreicht.
Erschütterung, Wärme und Kohlendioxid können den Schlupf auslösen, etwa wenn jemand den Raum betritt.
Rund 95 Prozent einer Flohpopulation können sich noch als Eier, Larven oder Puppen in Teppichen, Ritzen, Fugen und Tierliegeplätzen befinden. Der sichtbare Anteil auf dem Tier ist dann klein.
Nach der Behandlung
Bewegung, Körperwärme und ausgeatmetes CO₂ können den Schlupf anregen. Geschlüpfte Flöhe kommen dadurch eher mit den vorgesehenen Maßnahmen in Kontakt.
Begehen Sie Räume nach fachlicher Anweisung regelmäßig.
Saugen Sie wiederholt gründlich, besonders an Kanten, Ritzen und Tierliegeplätzen.
Entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel anschließend jedes Mal sicher.
Halten Sie den Verlauf fest und stimmen Sie nötige Nachkontrollen individuell ab.
Entscheidung
Wir klären zuerst, woher die Flöhe kommen. Bei einem Haustier beginnt der Ablauf beim Tierarzt. Ohne Haustier suchen wir nach anderen möglichen Quellen.
Ja
Wenn nur die Wohnung behandelt wird, können Flöhe auf den Wirtstieren zurückbleiben. Alle Tiere im Haushalt müssen zeitgleich tierärztlich versorgt werden.
Koordinieren Sie zuerst den Tierarzttermin.
Lassen Sie alle Haustiere gleichzeitig behandeln.
Beziehen Sie Liegeplätze, Ritzen und Teppiche ein.
Planen Sie auch die Zeit nach der Behandlung und die Kontrollen ein.
Nein
Auch ohne eigenes Haustier können Flöhe auftreten. Wir verfolgen den Weg vom Fundort zur wahrscheinlichsten verborgenen Quelle zurück.
Notieren Sie den Fundraum und den Zeitpunkt.
Berücksichtigen Sie Besuche und frühere Tierhaltung.
Prüfen Sie Dach, unteren Dachrand und Terrasse auf alte Nester.
Entfernen Sie ein Nest nicht vorschnell selbst.
Vorbereitung
Diese Vorbereitungen machen mögliche Entwicklungsorte zugänglich. Die Suche nach der Quelle und die zeitgleiche Tierbehandlung bleiben trotzdem nötig.
Stimmen Sie Termin und Präparat für alle Tiere im Haushalt mit dem Tierarzt ab.
Waschen Sie Tierdecken und geeignete Textilien möglichst bei 60 °C.
Saugen Sie Kanten, Ritzen, Möbelunterseiten und Liegeplätze gründlich und entsorgen Sie den Beutel.
Begehen Sie die Räume nach fachlicher Anweisung, um den Schlupf anzuregen.
Nennen Sie verdächtige Vogel- oder Igelnester vorab und entfernen Sie sie nicht selbst.
Vorgehen
Wir legen die Behandlung erst fest, wenn wir den Befall bestätigt, mögliche Quellen geprüft und das Vorgehen mit Ihnen abgestimmt haben.
Wir prüfen das Tier, die Fundräume, Liegeplätze und mögliche Nestbereiche zusammen.
Wir prüfen die Flohhinweise, grenzen die wahrscheinliche Art und Quelle ein und legen fest, welche Entwicklungsorte zuerst geprüft werden.
Wir stimmen die tierärztliche Tierbehandlung und geeignete Schritte in der Wohnung zeitlich aufeinander ab.
Wir prüfen, was nach Begehen und Saugen noch auffällt, und werten die notierten Sichtungen aus. Weitere Schritte richten wir nach diesem Verlauf aus.
Häufige Fragen
Bei einem Haustier als Wirt können neue Eier in die Umgebung gelangen. Deshalb müssen alle Tiere im Haushalt zeitgleich tierärztlich behandelt und die Entwicklungsorte in der Wohnung berücksichtigt werden.
Puppen können geschützt in einem Kokon liegen. Erschütterung, Wärme und Kohlendioxid können den Schlupf später auslösen. Einzelne neue Sichtungen bedeuten deshalb nicht automatisch, dass die Behandlung wirkungslos ist. Wir müssen den Verlauf prüfen.
Bewegung, Körperwärme und ausgeatmetes Kohlendioxid können den Schlupf anregen. Die erwachsenen Flöhe können dann mit den vorgesehenen Maßnahmen in Kontakt kommen. Befolgen Sie dabei die fachliche Anweisung.
Legen Sie schwarze Krümel aus dem Fell auf feuchtes weißes Papier. Entsteht ein rötlicher Hof, kann es sich um verdautes Blut und damit um Flohkot handeln. Das ist ein Hinweis, ersetzt aber keine Bestimmung.
Ja. Möglich sind frühere Tierhaltung in der Wohnung, tierischer Besuch oder verlassene Vogel- und Igelnester an Dach, Fassade oder Terrasse. Dann müssen wir neben dem Fundraum auch mögliche Quellen prüfen.
Flöhe können Krankheitserreger oder Bandwürmer übertragen. Auch juckende Stiche und allergische Reaktionen auf Flohspeichel können bei Menschen oder Tieren auftreten. Lassen Sie Beschwerden medizinisch beziehungsweise tierärztlich abklären.
Nein. Ein Nest kann geschützt, noch genutzt oder schwer zugänglich sein. Melden Sie den Verdacht vorab, damit wir die Quelle prüfen und klären können, wann und wie ein Eingriff zulässig ist.
Das hängt vom tatsächlichen Verlauf und vom vereinbarten Leistungsumfang ab. Notwendigkeit, Zeitpunkt und mögliche Kosten einer Nachbehandlung werden deshalb für den konkreten Auftrag abgestimmt.
Die Anfahrt beträgt 39,90 €. Der weitere Aufwand hängt von Quelle, Befallsumfang, Zugänglichkeit und dem abgestimmten Vorgehen ab; einen Notdienstzuschlag gibt es bei uns nicht.
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