Eichen-Prozessionsspinner
Gesundheitsschutz
Bei dieser Art besteht eine Gesundheitsgefahr (z. B. Brennhaare). Die Behandlung folgt besonderen Schutz- und Verfahrensvorgaben.

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Eichen-Prozessionsspinner
Redaktioneller Stand:
Mikroskopisch feine Brennhaare können in verlassenen Nestern über Jahre wirksam bleiben, auch wenn keine Raupe mehr zu sehen ist.
Nest entfernen lassenAuch alte Nester können ganzjährig ein Gesundheitsrisiko sein.Rechtsstatus
Bevor wir etwas unternehmen, bestimmen wir, welches Tier es ist. Was danach angeboten werden darf, hängt von seinem Schutzstatus ab.
Gesundheitsschutz
Bei dieser Art besteht eine Gesundheitsgefahr (z. B. Brennhaare). Die Behandlung folgt besonderen Schutz- und Verfahrensvorgaben.
Sichtbar und unsichtbar
Die langen Haare sind auffällig. Das eigentliche Gesundheitsrisiko geht von den mikroskopisch feinen Brennhaaren aus.
Erkennbares Haarkleid

Thaumetopoein

Nicht selbst entfernen
Jede Erschütterung kann unsichtbare Brennhaare freisetzen. Bekämpfungsmaßnahmen dürfen nach Angaben des Umweltbundesamts nur von professionellen Anwendern durchgeführt werden.


Alte Nester
Brennhaare verbleiben in abgestreiften Larvenhäuten und Gespinsten. Nach Angaben von waldwissen.net bleibt ihre Wirksamkeit über mehrere Jahre erhalten. Wind und Berührung können sie noch Jahre später freisetzen.

Ab dem dritten Larvenstadium entstehen die mikroskopisch feinen Brennhaare.

Nach dem Auszug können Larvenhäute und Brennhaare im alten Gespinst zurückbleiben.

Erschütterung und Wind können die Härchen in der Luft, im Unterholz und auf Oberflächen verteilen.
Gefahrenzeitraum
Die Raupen bilden erst ab dem dritten Larvenstadium Brennhaare aus. Dann steigt das Gesundheitsrisiko.
Im ersten und zweiten Larvenstadium haben die Raupen noch keine Brennhaare.
Nach Angaben des Umweltbundesamts bilden die Raupen ab dem dritten Larvenstadium die feinen Brennhaare aus.
Raupen, Nester und ihre nähere Umgebung können in dieser Zeit besonders stark mit Brennhaaren belastet sein.
Auch ohne Raupen können Brennhaare in alten Nestern über mehrere Jahre wirksam bleiben.
Zuständigkeit
Wer zuständig ist, hängt davon ab, auf wessen Fläche der befallene Baum steht und ob er öffentlich zugängliche Bereiche gefährdet.
Öffentliche Fläche
Bei Parks, Schulen, Friedhöfen, Radwegen und Spielplätzen ist die zuständige Kommune oder der Kreis der erste Ansprechpartner.
Sichern Sie den Fundort ab.
Informieren Sie die zuständige Stelle.
Beschreiben Sie den Standort und den Baum eindeutig.
Ein Foto und die genaue Lage erleichtern die Meldung.
Privatgrundstück
Auf Privatgrundstücken veranlasst der Eigentümer die sichere Entfernung. Hausverwaltung oder Vermieter handeln für ihn.
Halten Sie Abstand zum Baum.
Informieren Sie den Eigentümer oder die Verwaltung.
Beauftragen Sie die fachgerechte Entfernung.
Fotografieren Sie aus sicherem Abstand. Gehen Sie wegen der Brennhaare nicht für eine Nahaufnahme heran.
Entfernung und Kontrolle
Wir sichern den belasteten Bereich von der ersten Sichtung bis zur Kontrolle des Unterholzes ab.

Wir suchen die Nester und klären ihre Höhe, die Zugänglichkeit und den nötigen Absperrbereich.

Wir sperren den Gefahrenbereich großzügig ab und halten unbeteiligte Personen fern.

Wir saugen das Nest kontrolliert ab oder fixieren es fachgerecht und entnehmen es anschließend.

Wir verpacken das entnommene Material dicht und sicher für die vorgesehene Entsorgung.

Wir prüfen Baum, Stammfuß und Unterholz auf Restnester und herabgefallenes Material.
Häufige Fragen
Die Gesundheitsbehörden empfehlen: Kleidung wechseln und bei mindestens 60 °C waschen, duschen, Haare waschen und die Augen nicht reiben. Bei Atemnot oder einer starken Reaktion sofort ärztliche Hilfe holen.
Ja. In alten Nestern und abgestreiften Larvenhäuten können Brennhaare nach Angaben von waldwissen.net über mehrere Jahre wirksam bleiben und durch Wind oder Berührung erneut freigesetzt werden.
Grundsätzlich ist der Grundstückseigentümer zuständig. Gefährdet der Baum öffentlich zugängliche Flächen, kann zusätzlich die Kommune einbezogen werden.
Befallene Eichen können erneut betroffen sein. Eine regelmäßige Kontrolle ab Mai hilft, neue Nester früh zu erkennen und den Bereich rechtzeitig zu sichern.
Nest entdeckt?