0151 72180244

Geschlossen · öffnet Sa 09:00 Uhr

Steinmarder mit heller Kehlzeichnung auf einem dunklen Ziegeldach
Zum Schädlingslexikon

Marder

Marder

Martes foina

Redaktioneller Stand:

Mögliche Marderspuren helfen uns, Zugänge und Aufenthaltsbereiche im Gebäude zu finden.

Spuren einordnenWir sichern das Gebäude gegen Marder. Dafür müssen wir die Öffnungen finden und schließen, durch die Tiere ins Haus gelangen können.

Das offene Gebäude

Warum offene Zugänge ein Problem bleiben

Nach dem Entfernen eines Marders können offene Zugänge und Duftmarkierungen zurückbleiben. Deshalb gehört die bauliche Sicherung zur Abwehr; der Fang allein beseitigt diese Ursachen nicht.

Ein anderes Tier kann dieselbe Öffnung nutzen.

Detaillierter unbeschrifteter Haus- und Dachquerschnitt mit zwei Steinmardern, beschädigter Dämmung und möglichen Zugangswegen
  1. 01
    Einstieg

    Schon eine kleine Öffnung unter Dachziegeln, an der seitlichen Dachkante (dem Ortgang) oder im Lüftungsbereich kann als Einstieg dienen.

  2. 02
    Duftmarkierung

    Kot und Urin können genutzte Bereiche markieren und die Route für Marder attraktiv halten.

  3. 03
    Gang und Spuren

    Laufwege, Beutereste und aufgerissene Dämmung können auf Aufenthaltsbereiche hinweisen.

  4. 04
    Nächster Marder

    Bleibt die Öffnung bestehen, kann ein anderes Tier dieselbe Route erneut nutzen.

Beweisarchiv

Welche Spuren auf Marder hinweisen können

Geräusche im Dach können verschiedene Ursachen haben. Mehrere typische Befunde helfen uns, die Spuren einzuordnen und die betroffenen Gebäudebereiche zu prüfen.

  • Aufgerissene und zu einer Mulde verdichtete Mineralwolldämmung in einem Dachstuhl

    Aufgerissene Dämmung

    Marder können Dämmung aufreißen, zu Laufgängen verdichten und teilweise als Nestmaterial nutzen.

  • Typische dunkle Marderkotspuren und ein Urinfleck auf alten Dachbodenbrettern

    Kot und Urin

    Wiederkehrende Kotplätze, Urinflecken und Geruch können auf bevorzugte Lauf- und Aufenthaltsbereiche hinweisen.

  • Federn, Eierschale und trockene Beutereste auf einem staubigen Dachboden

    Beutereste

    Federn, Eierschalen und trockene Nahrungsreste können in ruhigen Dachzonen zurückbleiben.

  • Kratz- und Abriebspuren an einem verwitterten Holzbalken neben einer Dachrinne

    Kratz- und Kletterspuren

    Parallel verlaufende Kratzer und Abrieb liegen häufig an Balken, Fallrohren oder erreichbaren Öffnungen an der unteren Dachkante.

Wirkung

Wie wir Zugänge am Gebäude sichern

Wir betrachten Zugänge, Kletterwege und Duftmarkierungen gemeinsam. Technik zur Vertreibung der Tiere, auch Vergrämung genannt, kann ergänzen, ersetzt aber niemals das Schließen der Gebäudeöffnungen.

Ursache beseitigen

Bauliche Sicherung

  1. Öffnungen finden und schließenWir erfassen und sichern alle erreichbaren Zugänge am Dach, an der unteren Dachkante (der Traufe), am Ortgang und an der Lüftung fachlich.
  2. Kletterwege unterbrechenWir berücksichtigen überhängende Äste, Fallrohre, Rankhilfen und Leitungswege als Teile der Route.
  3. Duftmarkierungen entfernenWir beseitigen Kot, Urin und Sekrete kontrolliert, um die Duftmarkierungen an der Stelle zu entfernen.

Nur ergänzend

Kein Ersatz für den Verschluss

  1. VergrämungstechnikUltraschall kann einen Aufenthalt zeitweise unattraktiver machen. Gewöhnungseffekte sind möglich; eine dauerhafte Wirkung lässt sich damit nicht zusagen.
  • Keine Fallen
  • Keine Umsiedlung
  • Keine Giftköder

Vorgehen

So geht Höppner vor

Wir bestimmen die Art und prüfen den Neststandort sowie die Nutzung des Gebäudes, bevor wir das Vorgehen abstimmen.

  1. Analyse

    Wir erfassen innen und außen Spuren, Geräusche, Zugänge, Laufwege und Nutzungszonen.

  2. Planung

    Wir planen die Reihenfolge anhand der Rechtslage, der Fledermausprüfung und der erreichbaren Öffnungen.

  3. Umsetzung

    Wir sichern freigegebene Zugänge, unterbrechen Kletterwege und reinigen markierte Stellen.

  4. Kontrolle

    Wir prüfen, ob alle vorgesehenen Gebäudeöffnungen geschlossen sind, und ordnen verbleibende Hinweise ein.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Mardern

Kann ich den Marder nicht einfach fangen lassen?

Fangen ist Jagdausübung und Sache des Jagdausübungsberechtigten. Für das Gebäude löst es außerdem die Ursache nicht: Öffnung und Duftmarkierung bleiben bestehen.

Hilft ein Radio auf dem Dachboden?

Ungewohnte Geräusche können kurzfristig stören. Marder gewöhnen sich jedoch häufig daran; ein Radio ersetzt weder die Suche nach dem Einstieg noch den Gebäudeschluss.

Ist Ultraschall zuverlässig?

Ultraschall ist höchstens eine Ergänzung. Gewöhnungseffekte sind möglich; ein dauerhafter Schutz vor Mardern im Dach lässt sich daraus nicht ableiten. Haustiere und jüngere Menschen können die Töne ebenfalls wahrnehmen.

Warum kommen Marder immer wieder?

Zugänge, geschützte Liegeplätze und Duftmarkierungen können einen genutzten Dachraum für Marder attraktiv halten. Solange diese Ursachen bestehen, kann dasselbe oder ein anderes Tier zurückkehren.

Mein Auto ist betroffen – machen Sie das auch?

Nein. Höppner sichert Gebäude, nicht Fahrzeuge. Für Reinigung und Schutz des Motorraums ist eine Fachwerkstatt die richtige Adresse.

Wo steigen Marder typischerweise ein?

Häufig reichen kleine Lücken unter Dachziegeln, an Traufe und Ortgang, in Lüftungsbereichen oder an beschädigten Übergängen. Äste, Fallrohre und Rankhilfen können den Zugang erleichtern.

Warum muss auf Fledermäuse geprüft werden?

Dachstühle können gleichzeitig Fledermausquartiere sein. Diese Fortpflanzungs- und Ruhestätten sind geschützt – auch zeitweise unbesetzte Quartiere. Deshalb muss vor Vergrämung oder Verschluss geprüft werden.

Was kostet die Anfahrt?

Die Anfahrt beträgt 39,90 €. Der weitere Aufwand hängt von Zahl, Lage und Erreichbarkeit der vermuteten Zugänge ab und wird erst nach fachlicher Einordnung festgelegt; einen Notdienstzuschlag gibt es bei uns nicht.

Marderspuren im Gebäude?

Marderspuren prüfen lassen

Ratgeber

Ratgeber zum Thema

AnrufenE-Mail